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Zugegeben: Am Anfang war das noch lustig mit Marlene Mortler. Als die frischgebackene Drogenbeauftragte in einem Interview zum Beispiel erklärte, dass Cannabis verboten ist, weil es illegal ist, war das großes Tennis. Und ein bisschen konnte die unbedarfte CSU-Abgeordnete einem ja auch leid tun: Immerhin hatte sie nie vorgehabt, diesen Job zu machen, von dem sie so offensichtlich wenig Ahnung hatte.

Nur: Mittlerweile hätte Mortler fast vier Jahre Zeit gehabt, um sich in die deutsche Drogenpolitik einzuarbeiten und ein paar grundlegende Dinge zu verstehen. Ihre Kommentare zum neuen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung am Freitag zeigen aber, dass sie das immer noch nicht geschafft hat. Und das ist eher tragisch als lustig.

"Liebe Leserinnen und Leser", beginnt der Bericht mit Mortlers Grußwort. "Ein gutes Jahr ist seit der Veröffentlichung des letzten Drogen- und Suchtberichts vergangen." Ein ziemlich schräger Einstieg, wenn man im Bereich "Drogenbedingte Todesfälle" dann erfährt, dass die Zahl der Drogentoten im Jahr 2016 auf 1.333 geklettert ist – das sind neun Prozent mehr als im Vorjahr. Und das ist kein Ausreißer: Die Zahl der Drogentoten steigt jetzt schon das vierte Jahr in Folge. Seit Marlene Mortler im Amt ist, sind jedes Jahr mehr Menschen an Drogen gestorben.

9 Prozent mehr Drogentote: "Ein gutes Jahr", findet die deutsche Drogenbeauftragte - VICE
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