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Es ist ein Wesen unserer Zeit, dass das Schockpotenzial, das seit den Sechzigerjahren aufseiten der linken Avantgarden war, auf die Seite der Rechten gewechselt ist - und die Linke ist bislang rhetorisch, aktivistisch und politisch schwerfällig, auf diese Veränderung zu reagieren. Auch das war ein Element der Aktion des Zentrums für Politische Schönheit, das mit zunehmender Müdigkeit bei Kulturjournalisten zu kämpfen hat, die schon so vieles gesehen und bewertet haben, dass sie mittlerweile gelangweilt ablenken, wenn das ZPS ankommt.

Die Rechte wiederum hat es geschafft, dass die Empfindlichkeit gegenüber Transgression von links, die zum Wesen der Kunst gehört, deutlich gewachsen ist, auch das macht die Berichterstattung über das ZPS deutlich - während etwa die Aussage von Björn Höcke, das Zentrum für Politische Schönheit sei eine terroristische Organisation, nur Schulterzucken und Ratlosigkeit hervorruft.

Kunst und Freiheit: Kolumne von Georg Diez - SPIEGEL ONLINE
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